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Anne Welk

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Artikel aus der Lokalausgabe der Badischen Zeitung vom 28. Augsut 2018

Das beliebteste Motiv ist die Ölbergkapelle

Anne Welk aus Ehrenkirchen macht Fotos für Ansichtskarten, die sie mit dem Arbeitskreis Ortsgeschichte herausgibt.

Von Nikola Vogt

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Anne Welk mit zwei der Ansichtskarten von Ehrenkirchen       Foto: Nikola Vogt
 

Für Anne Welk aus Ehrenkirchen ist der Sommer noch lange nicht vorbei. Ganz im Gegenteil. Sie steckt mittendrin. Zumindest was ihre Postkarten anbelangt. Denn Anne Welk vom Arbeitskreis Ortsgeschichte ist leidenschaftliche Fotografin und in den vergangenen Wochen hat sie Sommermotive für die Postkarten des Arbeitskreises aufgenommen. Die kommen nicht nur bei Touristen, sondern auch bei Einheimischen sehr gut an.

Weinberge, die Ölbergkapelle, die Kirchen aus den Ortsteilen, aber auch Störche oder besondere Pflanzen – Anne Welk hat ein Blick für die Schönheiten ihrer Gemeinde. Regelmäßig hält sie sie mit ihrer Digitalkamera fest. Vor anderthalb Jahren dann entstand die Idee, ihre Fotos für Ansichtskarten von Ehrenkirchen zu nutzen. Die nämlich seien rar gewesen, erzählt die 74-Jährige. Der Arbeitskreis Ortsgeschichte machte es sich also zur Aufgabe, eigene Postkarten zu entwerfen. Die meisten der Fotos dafür stammen von Anne Welk. Auch übernimmt sie die Auswahl und Komposition der Bilder. Die Postkarten erstellt sie über ein Computerprogramm selbst und bekommt sie dann zugeschickt.

Verkauft werden die Ansichten Ehrenkirchens im Schreibwarengeschäft Tessmann neben dem Rewe-Markt. Eine Karte kostet einen Euro. Es gibt Frühlings-, Herbst- und Winterkarten. Und nun sind auch die neuen Sommerkarten in der Mache. Stolz ist Anne Welk auch auf eine Karte zum Aufklappen, die vom Motiv her genau zu der Sonderbriefmarke passt, die im vergangenen Jahr herausgegeben wurde und den herbstlichen Blick vom Ölberg in die Ebene zeigt. Die Ölbergkapelle sei bei den Kunden im Übrigen auch das beliebteste Postkartenmotiv, weiß Anne Welk.

Bereits als Kind habe sie angefangen, ein bisschen zu fotografieren. "Aber wir waren eine Großfamilie und hauptsächlich haben mein Vater und meine Brüder das Fotografieren übernommen", erzählt sie. Für sie sei es erst zwischen 1978 und 1984 richtig losgegangen. In dieser Zeit lebte Anne Welk in Südamerika, kaufte sich eine Kamera und machte viele Landschaftsaufnahmen. Fortan gehörte das Fotografieren insbesondere auf vielen Reisen für sie mit dazu – und das ist bis heute so geblieben. Einmal im Jahr besucht sie ihre Tochter in Neuseeland – und dann ist die Kamera ihr fester Begleiter, um die Schönheiten der Natur festzuhalten.

Aber auch zu Hause in Ehrenkirchen findet Anne Welk allerlei Inspiration für ihre Fotos. Für die neuen Sommermotive war sie vier bis fünf Tage lang jeweils für je zwei bis drei Stunden unterwegs. "Ich kenne die schönen Orte hier und suche mir dann jeweils einen besonderen Punkt aus, von dem ich fotografieren kann", sagt sie. Viel Zeit koste die Auswahl der Fotos und das Gestalten der Ansichtskarten. Manche zeigen mehrere kleine Bilder, manche nur ein einziges Motiv. Manche haben eine Aufschrift, andere nicht. So ist für jeden Geschmack etwas dabei. Anne Welk macht das großen Spaß. Und sie weiß auch schon, was ihr als Nächstes vor die Linse kommt: Äpfel und Birnen als Zeichen für den Herbst.

 

 

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